Wissenswertes zur Anlageberatung

Fehlerhafte Anlageberatung am Beispiel der P&R Container Gruppe

Nach der Insolvenz dreier deutscher Unternehmen der P&R Container Gruppe ist das Thema fehlerhafte Anlageberatung aktuell wie nie. Haben Berater und Vermittler von den Risiken der Anlage gewusst und Kleinanleger bewusst nicht darüber aufgeklärt? Viele Verbraucher investierten, in der Hoffnung eine sichere und rentable Altersvorsorge gefunden zu haben in geschlossene Fonds der Unternehmensgruppe. Das Prinzip wirkte auf den ersten Blick eben so lukrativ wie simpel: Es werden einzelne Container im Rahmen sogenannter Direktinvestments gekauft, die von einem Unternehmen der P&R Gruppe verwaltet und an internationale Frachtunternehmen vermietet werden. Die Mietzahlungen werden an die Anleger ausgeschüttet und die Container nach fünf Jahren Laufzeit garantiert zurückgekauft.

Im März 2018 folgte dann der große Schock für die Anleger: Drei deutsche Gesellschaften der Unternehmensgruppe stellten Insolvenzanträge beim Amtsgericht München. Im Juni begann das Insolvenzverfahren.

Welche Folgen hat eine fehlerhafte Anlageberatung für die Anleger

Die Chancen der rund 54.000 Anleger, ihre Verluste von insgesamt mehr als 3,5 Milliarden Euro aus der Insolvenzmasse zurückzubekommen sind denkbar gering. Eine deutlich erfolgsversprechendere Möglichkeit, um (zumindest teilweise) für die Verluste entschädigt zu werden ist die Inanspruchnahme der Kreditinstitute oder Anlageberater, die die Kapitalanlage vermittelt haben. Vielfach wurden bei der Anlageberatung Aufklärungspflichten verletzt, was einen Schadensersatzanspruch begründen kann. Ein solcher Anspruch kann bis zur vollständigen Rückabwicklung der Finanzanlage führen. Sie sind dann so zu stellen, als hätten Sie nie in das Objekt investiert.

Nicht nur im Fall P&R haben insbesondere Kleinanleger bei der Beratung einen Anspruch auf umfassende Berücksichtigung Ihrer eigenen Verhältnisse und des Ziels Ihrer Finanzanlage (sog. „anleger- und objektgerechte Beratung“). Gute Erfolgsaussichten haben vor allem Anleger, denen eine risikoreiche Anlage für eine sichere Altersvorsorge vermittelt wurde.

Im Rahmen des Beratungsvertrages haben Sie einen Anspruch auf eine umfassende Beratung. Dabei sind u.a. zu berücksichtigen:

  • Ihr Wissensstand
  • Ihre Risikobereitschaft
  • Ihr Anlageziel
  • Allgemeine und spezielle Risiken, die sich aus dem Anlageobjekt ergeben

Wenn auch Ihnen eine fehlerhafte Anlageberatung zuteil wurde, sollten Sie Ihre Ansprüche überprüfen. Nehmen Sie Kontakt auf, unsere spezialisierten Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht nehmen sich gerne Ihres Falls an und überprüfen Ihre Ansprüche kostenfrei.